Parodontologie

Ein gesundes und entzündungsfreies Zahnfleisch ist auch die Basis für schöne und gesunde Zähne.

Deshalb legen wir unser besonderes Augenmerk vor Beginn einer jeden Behandlung auf die Diagnostik und Therapie des Zahnhalteapparates. Ein gesundes Zahnfleisch zeigt eine blassrosa Farbe und weist einen straffen Verlauf um die Zähne auf. Es blutet nicht beim Zähneputzen.

Parodontitis – auch häufig umgangssprachlich  als Parodontose bezeichnet – ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie stellt neben Karies eine der Hauptursachen dafür dar, dass Menschen vorzeitig ihre natürlichen Zähne verlieren. Laut der letzten deutschen Mundgesundheitsstudie aus dem Jahre 2010 leiden 52,7% der Erwachsenen unter mittelschweren und zusätzlich noch einmal 20,5% unter schweren Zahnfleischentzündungen.

Risikofaktor

Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, welche die Entstehung und Ausprägung der Parodontitis ungünstig beeinflussen. So erhöht insbesondere das Rauchen das Risiko einer Parodontitis. Zu den Risikofaktoren zählen auch gewisse Veranlagungen oder bestimmte Lebensumstände, wie zum Beispiel Stress.

Es ist bewiesen, dass Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen ins Blut gelangen und das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Ein direkter Zusammenhang zwischen Diabeteswerte und dem Schweregrade einer Parodontitis ist nachgewiesen.

Bei Schwangeren kann eine nicht behandelte Parodontitis zu Früh- oder Fehlgeburten führen und auch bei Kinderwunsch kann die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst werden.

Welche Symptome treten auf?

Meist schreitet die Parodontitis relativ langsam voran und wird deshalb häufig erst sehr spät entdeckt. Leichtes Zahnfleischbluten, gerötetes Zahnfleisch und Mundgeruch sind die ersten Warnsignale der Erkrankung. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Parodontitisbehandlung

Eine bestehende Parodontitis kann durch individuelle, systematische Behandlung meist zum Stillstand gebracht werden.

Zu Beginn der Be­handlung werden in der so­genan­nten Hygiene­phase, eine aus­führ­liche Unter­suchung und Röntgen­bilder an­ge­fertigt. Im Zusammenhang mit Ihrer Allgemeinanamnese wird nach möglichen Ur­sachen, wie Allgemein­er­krankungen, Medikamenten­einnahme oder Be­lastungen wie Stress oder  Nikotinkonsum ge­sucht. In zwei bis drei Prophylaxesitzungen werden die Vorbereitungen für die Zahnfleischbehandlung getroffen.

Nach positiv erfolgter Hygienephase werden die Zahnfleischtaschen gesäubert und desinfiziert.

Gentest

Bei Bedarf prüfen wir mit einem Gentest, ob bei Ihnen eine Veranlagung zur Entstehung von  Parodontitis vorliegt. Dementsprechend früher können wir mit Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen beginnen. Bei einer hartnäckigeren Form der Parodontitis ermitteln wir die entzündungsauslösenden Bakterien mithilfe eines mikrobiologischen Tests. Dies ermöglicht uns, die Therapie genau auf diese Bakterien abzustimmen und sie gezielt mit antibakteriellen Wirkstoffen zu entfernen.

Parodontalchirurgie

Mit Hilfe ver­schiedener Materialien kön­nen wir auch bereits verloren ge­gangenes Knochengewebe mit modernen Operations­methoden  bis zu einem gewissen Grad wieder ersetzen.

Nachsorgekonzept „UPT“

Da ein lang­fristiger Erfolg nur durch Mitarbeit der Patienten möglich ist, werden in der letzten Phase der „Unter­stützenden Parodontitis­therapie“ ca. alle 3 bis 6 Monate Nach­sorge­unter­suchungen mit Ihnen ver­einbart, an denen Ihre Zähne und Ihr Zahn­halte­apparat gründlich unter­sucht und kontrol­liert werden.